Die Geschichte des SSCR

Von der Entstehung des Segelsportclub Rursee

Es begann mit dem Segelsportclub Rursee, wie es sicher mit vielen Segelvereinen angefangen hat: Es fanden sich einige Idealisten, die sagten: “Warum einzeln? Gemeinsam sind wir stärker, und die Aufgaben lassen sich besser bewältigen”.

Vier junge Segler, es waren Dieter und Helmut Olbertz, Dieter Pütmann und Helmut Schulz, trafen sich und gründeten irgendwann im Frühjahr 1963 den SSCR. Geburtsort des Vereins war Würselen, Nordstraße Nr. 9. Sie hatten schon einige Voraussetzungen geschaffen, ihre Idee, einen Segelclub zu gründen, in die Tat umzusetzen.

Bereits 1961 hatte man einen gemeinsamen Bootssteg gebaut, der nunmehr der Grundstock für den SSCR werden sollte.

Natürlich gab es auch schon Segelboote, die die vier dann mit in den Verein brachten: Helmut Schulz hatte einen Eigenbau, die Bruder Olbertz segelten eine H Jolle, ja, und Dieter Pütmann hatte sich sein Boot sozusagen aus dem See geangelt: Vor der Aufstockung 1959/60 mußte der Rursee wegen der notwendigen Bauarbeiten an der Mauer in Schwammenauel geleert werden. Bei dieser Gelegenheit kam ein Kajütboot zu Tage, das sich aus unbekannten Gründen von seinem Besitzer getrennt hatte, oder umgekehrt. Wie dem auch sei, das Boot wurde geborgen und erst einmal ans Ufer gebracht. Nun meldete sich prompt der frühere Besitzer. Doch nach einigen Verhandlungen hatte das Boot einen neuen Eigner: Dieter Pütmann. Da alle Boote eine Segelnummer haben, bekam es die Nummer 1.

Schwierigkeiten bei der Vereinsgründung waren selbstverständlich. Nicht nur einige Nachbar-Vereine hatten Einwendungen, auch der DSV machte Auflagen für die Anerkennung als Verbandsverein.

Letzlich konnten diese Hindernisse doch aus dem Weg geschafft werden, und bei der Anerkennung durch den DSV am 9.12.63 war die Mitgliederzahl auf 18 gestiegen.

Im Laufe des Jahres schlossen sich noch viele Segler dem jungen Verein an. Zu ihnen gehörte auch Willi Berks, der dann auf der ersten ordentlichen Jahreshauptversammlung im gleichen Jahr zum 1. Vorsitzenden gewählt wurde.

Mit dieser Wahl hatten die Mitglieder einen guten Griff getan. 20 Jahre, bis zu seinem Tod 1983, leitete Willi Berks die Geschicke des Vereins.

Er war an der Entwicklung und am Aufbau maßgeblich beteiligt, und nicht zuletzt ihm verdanken wir, daß der SSCR heute eine gute Stellung unter den Segelclubs am Rursee einnimmt.

Wie der SSCR zu Liegeplätzen für die Boote kam

Da bereits einige Stegeigentümer Mitglieder des Clubs waren, machte man den übrigen den Vorschlag, ihre Stege in den Verein einzubringen und ebenfalls Mitglied des SSCR zu werden. Auf diese Lösung konnte man sich auch mit der Kreisbehörde verständigen, die dann schließlich ihr O.K. zum jetzigen Standort gab. In diesem Zusammenhang gebührt ein besonderer Dank unserem Mitglied Heinz Hoss, der durch seine guten Beziehungen zur damaligen Kreisverwaltung und zu den Pächtern der übrigen Stege diese Lösung erst möglich gemacht hat. Aber auch den Steginhabern, die ihre Stege in den Verein eingebracht haben und mit ihrer Einwilligung erst den Grundstein für die heutige Hafenanlage gelegt haben, soll an dieser Stelle gedankt werden: Es waren Heinz Hoss, Dieter Juggeburth, Horst Miethe, Josef Miltz, Peter Momter, Dieter Pütmann, Franz Stoffels und Jürgen Zernikow.

Für die Saison 1966 konnte der Club trotzdem nicht allen Bootseignern – per 1.6.66 waren es 59 aktive Seglerinnen und Segler – einen Liegeplatz zur Verfügung stellen, obwohl immer noch einige Mitglieder ihre Schiffe an Privatstegen oder in Nachbarclubs untergebracht hatten.

Damit hatte der Vorstand eine riesige Aufgabe vor sich liegen, die dringend auf eine Lösung wartete: Es mußten Liegeplätze her und zwar umgehend.

Auf der.Jahreshauptversammlung am 28.12. 1965 wurde beschlossen, einen Steg mit 12-14 Liegeplätzen zu bauen. Da aber die Vereinskasse nur die Mittel für das Baumaterial beibringen konnte, mußten alle Mitglieder in Form von 20 Arbeitsstunden – auch das hatte die Versammlung beschlossen – ihren Teil für die neue Anlage beibringen.

Nach Abschluß der Arbeiten verfügte der Club noch über einen Kassenbestand von DM 313,13. Damit war für weitere Bauvorhaben erst einmal ein Schlußpunkt gesetzt.

Doch mit dem Steigen der Mitgliederzahlen – 1967 waren es bereits 113, und die Mitgliederzahl stieg ständig – wurden weitere Stegplätze notwendig. Auf der Jahreshauptversammlung 1972 beschloß man einen weiteren Stegneubau. Jetzt ging es allerdings ans Eingemachte, denn der Neubau sollte DM 90.000,- kosten.

Über die Kasse und durch Umlagen wurden DM 57.000,- aufgebracht, der Rest mußte finanziert werden.

Bereits zum Saisonbeginn 1973 konnte die neue Steganlage, die 60 Booten Liegeplätze bot, eingeweiht und den Mitgliedern übergeben werden. Daß die Anlage und die Finanzierung reibungslos durchgezogen wurden, ist besonders den Mitgliedern Willi Berks und Dieter Pütmann zu danken. Im Laufe der Jahre verschwanden dann die kleinen Stege und machten größeren Platz, so daß der SSCR heute über eine Anlage verfügt, die 120 Booten Liegeplätze bietet.

Ein Clubraum für das Vereinsleben

Nachdem für die Boote Steganlagen geschaffen waren, mußte etwas für das Vereinsleben getan werden: Der SCCR besaß kein Clubhaus. Das lag zum einen an den finanziellen Mitteln und zum anderen daran, daß die entsprechenden Immobilien nicht zu haben waren. Der Club hatte ja nun einige Erfahrung im Improvisieren und fand auch hier eine Lösung. Das Hotel »Der kleine Seehof« lag ja direkt vor der Tür, und der Chef des Hauses, Ewald Franzen, gehörte bereits seit 1965 dem Verein an. Was lag also näher, als in diesem Haus sein Domizil zu nehmen.

Es wurde 1966 ein Raum angemietet, und damit hatten die Segler des SSCR eine Bleibe. Die ersten Veranstaltungen und Unterichtskurse liefen nun an.

Ostersonntag 1967 wurde das erste Frühlingsfest des SSCR gefeiert, das nun zu einer ständigen Einrichtung des Vereins wurde.

Und nicht nur das, in den letzten Jahren sorgte das Festkomitee unter der Leitung von Hedi Pütmann und Anette und Helmut Vianden und unter Mitwirkung zahlreicher Clubmitglieder mit tollen Showeinlagen dafür, daß diese Abende unvergeßlich blieben.

Die ersten Lehrgänge für den Erwerb der Segelscheine wurden bereits 1965 abgehalten und waren von nun an eine ständige Einrichtung, die von den Mitgliedern auch rege genutzt wurde.

Es ist müßig, die Zahl derer festzuhalten, die in diesen Lehrgängen ihre Führerscheine gemacht haben. Eins sollte man an dieser Stelle aber tun: All denen danken, die ihr Wissen und Können weitergegeben haben und ihre Freizeit und ihr Material zur Verfügung stellten, um aus Landratten Segler zu machen.

Das eigene Clubhaus

Bis 1970 blieb der SSCR in seinem Clubraum im Hause des »Kleinen Seehof«.

Da es zu diesem Zeitpunkt doch etwas eng wurde, mußte über neue Lösungen nachgedacht werden. Es traf sich gut, daß zu dieser Zeit das Lokal von Erich Schmidtchen – oberhalb des kleinen Seebofs gelegen – frei werden sollte. Der damalige Vorstand hakte nach und verhandelte mit dem Eigentümer über die Anmietung. Der SSCR konnte sich gegen mehrere Mitbewerber durchsetzen und zog am 1. Oktober 1970 als neuer Hausherr in das Haus Seestraße 24 ein.

Das eigene Clubheim war jetzt da. Es fehlte~ nur noch die eigene Bewirtschaftung. Die Reihe der Clubwirte eröffnete das Ehepaar Heinz und Annemarie Klappenbach, das für die nächsten 6 Monate für »Speis und Trank« sorgte. Von Anfang an stand fest, daß es sich nur um eine Übergangszeit handeln konnte, denn bei allem Einsatz der beiden: hier mußten Profis ran.

Ostern 1971 war es dann soweit: Dieter und Hedi Pütmann wurden die ersten Pächter. Und die damit begonnene Tradition der Pächterehepaare setzte sich fort: In der Folge sorgten die Familie Wagner, die Familie Aretz, Roman und Ellen Nievelstein, Karl-Bernd und Cordula Billig, Fritz und Else Vanderloh und zuletzt bis 1987 Wolfgang und Ulla Biehl für das leibliche Wohl der Mitglieder und Gäste. Seit Herbst 1987 sorgen jetzt wieder Dieter und Hedi Pütmann mit der ganzen Familie dafür, daß man sich im Club wie zu Hause fühlen kann.

Daß Dieter und Hedi, aber auch die Vorgänger ihr Handwerk beherrschen, zeigt die Zahl ihrer Gäste; sie kommen nicht nur vom SSCR, sondern es sind auch zahlreiche Segelfreunde aus anderen Clubs.

Gesellige Veranstaltungen

Aber nicht nur für das leibliche Wohl kann in den eigenen Räumen gesorgt werden. Auch die Ideen des Festkomitees konnten jetzt im neuen Haus Wirklichkeit werden. Das Frühlingsfest wurde natürlich im kleinen Seehof gefeiert, einmal aus alter Tradition, zum anderen wegen der besseren Räumlichkeiten für Tanz und Show. Der »Piratenball« zum Beispiel hat aber inzwischen einen festen Platz im eigenen Clubhaus sowie im Kalender vieler Segelfreunde, ebenso die Nikolausfeiern, die für Kinder und Erwachsene getrennt durchgeführt werden. Auch hier soll all denen gedankt werden, die für das gute Gelingen der Weihnachtsfeiern sorgten und sorgen. Da wäre vor allem Grete Schäfer zu nennen: Der »Engel«, der dem Nikolaus mit Rat und Tat zur Seite stand – ihr Einfühlungsvermögen machte jede Feier zu einem Erfolg.

Es waren einige, die in den Mantel des Nikolaus schlüpften, doch unser Mitglied Rolf Allelein gab dieser Rolle erst die richtige Würde und Statur.

Schon vor Weihnachten beginnen die Vorbereitungen für die Silvester Party, die Jahr für Jahr als Jahresausklang einen Höhepunkt der Veranstaltungen darstellt. Die Clubmitglieder tauschen ihre Segelkluft gegen festliche Kleidung, um bei Tanz und kaltem Buffet das Neue Jahr zu begrüßen – ein neues Jahr, das – neben anderen Dingen – hoffentlich wieder eine gute Segelsaison bringt.

Das Clubheim gab aber auch den einzelnen Flotten Gelegenheit, ihre internen Veranstaltungen durchzuführen.

Um auch dafür mehr Platz zu schaffen, mußte die bisher offene Terrasse in das Haus mit einbezogen werden.

Die Pläne waren schnell von Markus Pützer gemacht, auch der Eigentümer hatte keine Einwendungen, und so konnte Ende 1979 der so gewonnene Raum den Mitgliedern übergeben werden. Alle Besucher unseres Hauses bestätigen uns immer wieder, daß uns die Integration gut gelungen ist.

Es hat sich in allen Jahren bewiesen, wie richtig die Entscheidung war, 1970 das Haus anzumieten. Wie es heute ohne das Haus um den SSCR stünde, weiß natürlich niemand; sicher hätte man eine Lösung gefunden – ob die aber so ausgezeichnet wie die jetzige gewesen wäre, darf bezweifelt werden.

1975 waren es 52 Piraten, die an den Start gingen, und in den Folgejahren blieb es bei ähnlichen Feldern. In unserem Jubiläumsjahr kamen 66 Piraten zum ,,Hackebeil“ an den Rursee. Diese Regatta, die zur größten der Klasse in Nordrhein-Westfalen wurde, durfte viele Gäste aus dem gesamten Bundesgebiet begrüßen, und wir sind zuversichtlich, daß dieser Zuspruch so bleibt.

Die Zahl der ausgerichteten SSCR Regatten – es gab Jahre mit 13 und 14 Wettfahrtserien – nahm natürlich das Wettfahrtleiterteam in Anspruch, und so konnte Heinz Klappenbach 1986 seine 100. Regattaleitung feiern, und bis zu seinem Rücktritt als Wettfahrtleiter konnte er die 125 vollmachen.

Diese Arbeit war nur dadurch möglich, daß neben den bereits Genannten, und hier sei nochmals Ferdi Franzen erwähnt, sich auch Karin und Heinz Josef Kings voll einsetzten und immer da waren, wenn sie gebraucht wurden, ebenso wie Karl-Heinz Hutzler, der für zwei Jahre die SSCR Regatten leitete.

Zum Schluß noch ein Dank an all die stillen Helfer und besonders an die Eigner der “Dickschiffe”,, die ihr Boot als Startschiff zur Verfügung stellten.

Die Regatten des SSCR

Der Segelsportclub Rursee nimmt es mit dem SPORT im Namen sehr ernst. Das beweisen nicht nur die zahlreichen ausgeschriebenen Regatten, sondern auch die noch immer sehr hohe Teilnehmerzahl. Die erste Fuchsjagd-Regatta 1965 wurde bereits erwähnt, doch bis zur ersten verbandsoffenen Wettfahrt war es noch ein weiter Weg. Bei den Nachbarvereinen wurden Erfahrungen gesammelt, und 1966 wurde das “Wappen des SSCR” ins Leben gerufen, eine Regatta, die sehr schnell großen Zuspruch fand. Es gab Jahre, in denen über 170 Boote am Start waren. In den Anfangen wechselte die Wettfahrtleitung sehr oft – nicht aus Unvermögen der einzelnen Regattaleiter, sondern weil jeder einfach das “Wappen“ mitsegeln wollte. So ging eben die Leitung reihum, und Heinz Hoss, Willi Berks und Jakob Folsen, ja sogar Gerd Loser vom FSCK hatten das Sagen auf dem Startprahm.

So ging es, bis Anfang der siebziger Jahre einer kam, der der Meinung war, daß man das Thema Wettfahrtleitung nur losen konnte, wenn ein festes Team gebildet wurde. Natürlich wurde dieser Vorschlag von allen begrüßt, und da der ,,Erfinder“ dieser Lösung bereits den Posten des Sportwarts ausfüllte, lag nichts naher, als ihm die Leitung der SSCR-Regatten zu übertragen.

Über die Regatten der Starboot Klasse, der Trias- und Dyas-Klasse wurde bereits berichtet. Neben dem Wappen und der Dickschiff-Klasse kamen jetzt auch Regatten für die Optimisten und O Jollen, sowie seit 1975 die Clubmeisterschaft des SSCR hinzu.

Als Willi Berks ebenfalls 1975 die Idee hatte, eine reine Piraten-Regatta ins Leben zu rufen, ahnte noch niemand, welchen Zuspruch diese Regatta finden sollte. Aber mit dem Namen , „Hackebeil vom Rursee“ hatte man da schon ins Schwarze getroffen.

Daß diese Veranstaltung, so wie sie ablief, nicht ohne Zuschüsse existieren konnte, wurde sehr schnell klar. Doch durch die Unterstützung des Vorstandes und vieler Mitglieder, die Sach- und Geldspenden beitrugen oder ihre Hilfe anboten, wurde diese Regatta Jahr für Jahr ein voller Erfolg, zumindest, wenn der Wind mal nicht mitspielte, was den geselligen Teil angeht.

In Heinz Klappenbach hatte man damit den Mann gefunden, der als Wettfahrtleiter in den nächsten Jahren das sportliche Geschehen des SSCR mit seinem Team mitgestaltet. Aber dieses Team mußte erst einmal her.

Mit Ferdi Franzen hatte er bereits einen guten Mann gefunden, denn Ferdi hatte schon auf früheren Regatten geholfen. Komplettiert wurde die Mannschaft durch Ingrid Berger, Waltraud Heinz, Resi Folsen, Heinz Breuer und Rolf Allelein. Sie alle machten es als Team möglich, die SSCR-Regatten optimal auszurichten.

Der Zuspruch zur „Wappen des SSCR“ Regatta hielt unverändert an, und so sah sich der Sportwart gezwungen, diese Wettfahrt an zwei Wochenenden durchzuführen. Daß dabei Terminüberschneidungen nicht ausbleiben wurden, war zu befürchten, und dann passierte es: Zwei Regatten liefen gleichzeitig im Woffelsbacher Becken: Ein Ding der Unmöglichkeit!

Der SSCR wich nach Schwammenauel aus, um dort die Kielboote auf die Bahn zu schicken. Nur der Startprahm konnte nicht verlegt werden, da er auf der anderen Bahn im Becken benötigt wurde. Man fand eine Lösung, die heute viele Nachahmer hat – das Startschiff wurde 1978 eingefuhrt.Diese damalige „Notlösung“ ist heute zur ständigen Einrichtung der SSCR Regatten geworden, erlaubt das Startschiff der Wettfahrtleitung doch endlich, die Start- und Ziellinien optimal zum Wind auszulegen und sich wechselnden Windverhältnissen sehr schnell anzupassen.

Das Arbeits-Team

Es ist einiges über den Aufbau des SSCR, der Flotten und die Arbeit einzelner Mitglieder berichtet worden, doch eine Gruppe muß noch erwähnt werden.

Erinnern wir uns: Auf der Jahreshauptversammlung 1965 wurde der erste Stegneubau beschlossen und, daß jedes Mitglied 20 Arbeitsstunden abzuleisten hatte. In den ersten Jahren klappte das auch wunderbar, denn alle bauten ja auch an ihrem eigenen Liegeplatz. Nachdem das Gröbste geschafft war, fiel es aber immer schwerer, die Mehrzahl der Mitglieder davon zu überzeugen, daß neben den Stegbauten auch noch andere Arbeiten notwendig waren. Aus diesem Grund wurden die Pflichtarbeitsstunden für alle Mitglieder abgeschafft, und ein Arbeitsteam wurde gegründet. Ferdi Franzen als ,,Teamchef“ hatte schnell die richtigen Mannen zusammen, die von nun an alle anfallenden Arbeiten zu aller Zufriedenheit erledigen konnten. Abschließend sei den Mitgliedern des Arbeitsteams gedankt, die die ihnen übertragenen Aufgaben immer zum Wohle des SSCR und im Sinne seiner Mitglieder lösten.

SSCR weltweit vertreten …

Nach anfänglichen Törns in die Ost- und Nordsee holte man sich im Laufe der siebziger Jahre internationale Erfahrung im Fahrtensegeln in den Gewässern des Mittelmeers.

Nachdem man sich fit genug fühlte in Organisation und Akquisition, in Schiffs- und Mannschaftsführung, im Umgang mit fremden Behörden und Vorschriften, wurden 1979 die ersten Überseeziele in der Karibik anvisiert. Mehrjährig wurden Segeltörns in diesem Gebiet durchgeführt, so daß von Nord bis Süd, von den Bahamas und Florida bis zu den Gewässern um Curacao und Trinidad die Flagge des SSCR auf allen Inseln der großen und kleinen Antillen vertreten war.

Nach weiteren weltweiten Törns im Indischen Ozean bei Sri Lanka, den Malediven und den Seychellen startete 1986/87 unter der Organisation unseres langjährigen Clubmitglieds Heijos Schornstein die Fahrtengruppe ihr bisher größtes Unternehmen mit einer Flug/Schiff-Weltumrundung. Los Angeles, franz. Polynesien mit Tahiti, Raiatea, Bora Bora, die Cook Inseln, Samoa, Tonga, Fidschi, Neuseeland und Australien waren die Ziele – und allen voran die Flagge des SSCR.

Ohne heimische Gefilde zu vergessen – 1987 wurde z. B. unter der Schiffsführung von Willi Kohl auf seiner Avance 36 die Bodensee Rundum Regatta für den SSCR gewonnen – ist für 88/89 das Great Barrier Reef bei Australien in der Planung. Na, wenn das nichts ist…! Gute Ratschläge für Weltweit Chartern erteilt die obengenannte SSCR-Fahrtengruppe interessierten Seglern gerne.